Die Mitglieder der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste stellen sich in einer Ringveranstaltung vor, die in der Regel am letzten Dienstag der ungeraden Monate um 18.30 Uhr im Adalbert-Stifter-Saal des Kulturforums im Sudetendeutschen Haus (Hochstraße 8, München-Au) stattfindet.
 
Das Hauptereignis ist die im Herbst jeden Jahres stattfindende Festveranstaltung, umrahmt von den Klassensitzungen und der Plenarversammlung der Mitglieder und des Kuratoriums der Akademie.

Bei geeigneten Veranstaltungen wirkt die Akademie mit nahe stehenden Organisationen zusammen.

Veranstaltungskalender

Die Veranstaltungen finden - wenn nicht anders angegeben - im Kulturforum Sudetendeutsches Haus, Hochstraße 8, München-Au, statt. Soweit es sich um öffentliche Veranstaltungen handelt, ist der Eintritt frei.
Über viele der Veranstaltungen wird in der Sudetendeutschen Zeitung berichtet. Ein Link zu dem Bericht findet sich unter Retrospektive bei der jeweiligen Veranstaltung.

Programmänderungen vorbehalten

 
  Montag, 26. November 2018, 19,00 Uhr  
V o r t r a g s r e i h e: E n d e   u n d   A n f a n g –
Schicksalsjahre böhmischer Geschichte
Prof. Dr. Stefan Samerski:
1968 – Prager Frühling
Im „Prager Frühling“ von 1968 traten öffentliche Kritik von Kulturschaffenden und politische Reformkräfte offen zutage. Die neue politische Führung unter Dubček versprach im April demokratische Reformen und eine neue Verfassung. Dieses politische Tauwetter war nicht von langer Dauer: Im August schüchterten Truppen des Warschauer Paktes die Bevülkerung ein und beendeten die Demokratisierungsbestrebungen. Die Hoffnung auf Freiheit blieb jedoch wach und wurde vor allem von Künstlern und Schriftstellern weiter getragen, die nach 1989 eine wichlige Rolle spielen sollten.
in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Sudetendeutschen Landsmannschaft, der Sudetendeutschen Heimatpflege und der Ackermann-Gemeinde in der Erzdiözese München und Freising.
 
 
  Dienstag, 27. November 2018, 18.30 Uhr  
R i n g v e r a n s t a l t u n g
Festkolloquium zum 90. Geburtstag
von Altpräsident Prof. Dr. Eduard Hlawitschka
Programm

Begrüßung
Prof. Dr. Günter J. Krejs
Präsident der Sudetendeutschen Akademie

Laudatio und Festvortrag
Prof. Dr. Thomas Zotz
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau
Schwaben und Burgund im Hochmittelalter

Dankesworte des Jubilars

Musikalischer Beitrag
Klaus G. Hampl, Klarinette
Sigi Schwab, Gitarre

Prof. Dr. Eduard Hlawitschka wurde am 8. November 1928 auf einem Bauernhof in Dubkowitz, Bezirk Leitmeritz / Böhmen, geboren. An der Ludwig-Maximilians-Universität München war er bis zur Emeritierung ordentlicher Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Mittlere und Neuere Geschichte. Er wurde 1979 zum ordentlichen Mitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste, Geisteswissenschaftliche Klasse, berufen und war 1987/88 Sprecher seiner Klasse. Von 1988-1990 war er Vizepräsident, von 1990-1991 kommissarischer Präsident und von 1991-1994 Präsident der Sudetendeutschen Akademie. Jetzt lebt er in Herrsching am Ammersee.

Prof. Dr. Thomas Zotz wurde 1944 in Prag geboren. Er studierte Geschichte und Latein, Ur- und Frühgeschichte sowie Geographie an den Universitäten Freiburg, Wien und Hamburg. Er war von 1973 bis 1989 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen; anschließend hatte er an der Universität Freiburg bis 2010 die Professur für früh- und hochmittelalterliche Geschichte mit dem Schwerpunkt mittelalterliche Landesgeschichte des deutschsprachigen Südwestens inne. 2004 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste, Geisteswissenschaftliche Klasse, berufen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Siedlungs- und Herrschaftsgeschichte am südlichen Oberrhein; Herzogtum Schwaben und Zähringer; Adel und Klöster am Oberrhein; Geschichte von Rittertum und Bürgertum im Hoch- und Spätmittelalter; Pfalzen und königliche Herrschaftspraxis; Hof und höfische Kultur im Hoch- und Spätmittelalter.

Klaus Gerhard Hampl (geb. 1964 in Kaufbeuren) hat sudetendeutsche Wurzeln. Er ist international gefeierter Solist und Kammermusiker im Quartetto di Roma und erhält im November 2018 den Kulturpreis Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Im Jahr 2005 wurde er in die Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaften und Künste berufen.

Sigi Schwab erhielt als erster Nicht-Amerikaner den Ovation Award, der bisher amerikanischen Spitzengitarristen vorbehalten blieb. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen in Deutschland folgten. Leitmotiv seiner Arbeit ist die virtuose Verschmelzung verschiedener Stilistiken, wie Jazz, Klassik, Pop und Rock. Er orientiert sich an den Einflüssen weltumfassender ethnologischer Elemente, wobei er auch hier einen eigenen, völlig individualistischen Ansatz entwickelt hat.

 
 

 

Texte zu vergangenen Veranstaltungen

Widmar Hader: Cantus traductus

Prof. Barbara Probst-Polášek: Die Gitarre und ihre Verwandten mit ihrer Musik

Prof. Dr. Heinrich F. K. Männl: Sterbehilfe aus ärztlicher Sicht

Dr. Helga Unger: Beginen gestern und heute – Ein Lebensmodell mittelalterlicher Frauen und Wohnformen heutiger Frauen

Prof. em. Dr. rer.nat. Dr. h.c. mult. Herwig Schopper: Wissenschaft und Völkerverständigung - am Beispiel von CERN und SESAME

Prof. em. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Walter Wunderlich: Vom Pantheon zum Olympiadach - Statik im Wandel der Zeiten
veröffentlicht in Forschungsbeiträge der Naturwissenschaftlichen Klasse, Schriften der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste 31, Seiten 313-336.

Prof. Dr. Stefan Weinfurter: Herrschen durch Gnade - Die Autorität des Königs im frühen 11. Jahrhundert

Widmar Hader: nomoi Präsentation bei der Vasilopitta-Feier 2010

Prof. Dr. Konstantinos Nikolakopoulos: Einführung in die Person des Hl. Basileios des Großen

Prof. Dr. Ernst Erich Metzner: Neue überlegungen zum Namen und zur Herkunft der ,Baiernۥ und ,Mährerۥ

Prof. Dr. Hubert Irsigler: Exilserfahrung. Existenzielle Herausforderung und Wege ihrer Bewältigung im biblischen Israel

Prof. Dr. Ludwig J. Weigert: Der Karlsbader Sprudelstein
veröffentlicht in SUDETENLAND, 53. Jahrgang (2011), Heft 1, Seiten 69-85.

Prof. PhDr. František Mezihorák, CSc., Dr. h.c.,: Gedankenstereotypen, Mythen und Vorurteile in den Beziehungen der mitteleuropäischen Nationen
Vortrag im Rahmen der Festveranstaltung 2011 der Akademie.

Prof. Dr. Heinrich Rubner: Die Sudetenlärche seit der Renaissance – ein Beitrag zur Böhmischen Forstgeschichte, Einführung von Ministerialdirigent a. D. Reinhold Erlbeck und Bilder zum Vortrag.

Prof. Dr. Dr. h. c. Winfried Böhm: Jean-Jacques Rousseau oder: Die Wasserscheide der abendländischen Pädagogik
erscheint in: Forschungsbeiträge der Geisteswissenschaftlichen Klasse, Schriften der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste, Band 32, Seiten 117-128.

Buchpräsentation: Reichenberg und seine jüdischen Bürger.

Prof. Dr. Nicolas Z. Szafowal: Ukrainische Freie Universität: Die Prager Periode - Deutsche Elemente in ihrem akademischen Wirken.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Friedrich Stelzner: Die Macht und Ohnmacht des Schweigens.
Festvortag bei der Öffentlichen Jahresveranstaltung am 19. Oktober 2012

Prof. Dr. Hans Michael Körner: Museum und Ausstellung: zwei Vermittlungsinstanzen im Spannungsfeld von Geschichte und Politik.
Ringveranstaltung am 27. September 2016

Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Wilhem Schaller: Tschechische und Deutsche Universität in Prag - ein europäischer Modellfall
Ringveranstaltung am 26. September 2017

Ursula Haas: Libretto, (un)gehorsame Tochter der Musik - Blick in die Geschichte. Blick in die eigene Werkstatt
Festveranstaltung 2017 am 20. Oktober 2017

Prof. Mag. Klaus Feßmann: Transformation von Musik in Architektur
Ringveranstaltung am 28. November 2017