- Aufgaben und Ziele -

Die Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaften und Künste wurde im Jahr 1979 in München als eine Vereinigung von Wissenschaftlern und Künstlern gegründet, die der sudetendeutschen Volksgruppe auf besondere Weise verbunden sind und in Würdigung ihrer herausragenden Leistungen in geheimer Wahl als Mitglieder berufen werden.

Sie steht in der Tradition der „Deutschen Gesellschaft der Wissenschaften und Künste für die Tschechoslowakische Republik“ und ihrer Vorgängerin, der 1891 gegründeten „Gesellschaft zur Förderung deutscher Wissenschaft, Kunst und Literatur in Böhmen“, deren Wurzeln bis zum Jahre 1784 zurückreichen und deren Mitgliederverzeichnisse glanzvolle Namen wie Ernst Mach, Gustav Mahler, Bertha von Suttner oder Emil Orlik aufweisen.

Die Akademie umfasst satzungsgemäß 90 ordentliche (nicht entpflichtete) Mitglieder sowie korrespondierende und fördernde Mitglieder. Sie ist in drei Klassen gegliedert: Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften sowie Künste und Kunstwissenschaften. Ihre wissenschaftliche und künstlerische Arbeit findet ihren Niederschlag vor allem in einer eigenen Schriftenreihe, die bisher 32 Bände und zwei Musik-CDs umfasst. Die Akademie nimmt sich der Förderung von Projekten an und pflegt den fachlichen Austausch unter ihren Mitgliedern in regelmäßigen Klassensitzungen. Sie vergibt jährlich an junge Wissenschaftler und Künstler ein von Adolf Klima gestiftetes Stipendium. Öffentliche Festveranstaltungen dienen der Vorstellung neuer Forschungsergebnisse sowie der Werke wenig bekannter Komponisten deutsch-böhmischer Herkunft.

Im Rahmen der sich gut entwickelnden grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen der Tschechischen Republik wurden in letzter Zeit Symposien mit den Universitäten in Brünn, Olmütz und Prag veranstaltet. Besondere Beziehungen bestehen auch zur Slowakischen Akademie der Wissenschaften und zu den Preßburger Universitäten.

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